Bunker

Niklas Grapatin/laif
Bunker mit Lidlschild auf der Spitze
Fotograf:in
Niklas Grapatin/laif
Kategorien
Reportage
In Deutschland existieren nur noch 579 öffentliche Schutzräume für insgesamt 477.593 Menschen – ein Bruchteil der Gesamtbevölkerung. Die sichtbaren Hochbunker haben sich im Laufe der Zeit auf vielfältige Weise in die städtische Umgebung eingefügt und dabei ihre ursprüngliche Schutzfunktion verloren.

Der St.-Pauli-Bunker in Hamburg wurde zum Techno-Club mit begrüntem Dach, ein schiefer Bunker in Friesland zum Kletterturm des Alpenvereins, in Düsseldorf steht eine Bunkerkirche.

Trotz seiner geografischen Nähe bleibt der Krieg für viele abstrakt, und die Bunker erscheinen als Sinnbilder einer Gesellschaft im Spannungsfeld zwischen Offenheit und Abwehr. Entfremdet von ihrem Ursprung werden sie zu ästhetischen Alltagsorten der Kunst und Kultur, des Sports, des modernen Wohnens oder zu Touristenattraktionen.

Niklas Grapatin setzt sich in dieser Serie mit der Ambivalenz dieser Architektur im Stadtbild auseinander. Fasziniert von der Formenvielfalt der Bunker ist er durch Deutschland gereist und hat eine fotografische Serie geschaffen, die diese Baukörper im Zusammenspiel mit ihrer Umgebung zeigt.

Bunker mit Kreuz und Halbmond auf dem Dach
Hochbunker bemalt wie ein Wohnhaus
St. Pauli Bunker in Hamburg
Alte Ofenruine im öffentlichen Raum, umgeben von Natur und Infrastruktur.
Ungewöhnliches Gebäude mit moderne Architektur und Anwohnerparkplatz vor dem Bauwerk.
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