Die Ukrainische Eisenbahnen im Krieg

Daniel Etter für Die Zeit
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Editorial
Bis zum 24. Februar galt die ukrainische Eisenbahngesellschaft Ukrzaliznytsia als störungsanfällig, personell überbesetzt und leistungsschwach. Doch als Russland in die Ukraine einmarschierte, wurde Ukrzaliznytsia zum Rückgrat der ukrainischen Kriegsanstrengungen.

Etwa 4 Millionen Menschen wurden mit Hilfe von Ukrzaliznytsia evakuiert, Getreideexporte sind mehr denn je auf das Schienennetz angewiesen, Truppen an der Front werden per Bahn versorgt und Staats- und Regierungschefs reisen mit dem Zug, wenn sie Präsident Volodymyr Zelenskyy in Kiew besuchen. Weil die Bahn so bedeutend geworden ist, greift Russland fast täglich die ukrainische Eisenbahninfrastruktur an, und ein großer Teil des östlichen Netzes ist besetzt. Vor etwas mehr als einer Woche zerstörte Russland eine wichtige Brücke westlich von Odessa, die zu den Häfen im Donaudelta führte. Getreideexporte auf dem Seeweg sind damit so gut wie unmöglich geworden, was die weltweite Ernährungskrise wahrscheinlich noch verschärfen wird. Für DIE ZEIT haben Wolfgang Bauer und Daniel Etter zwei Wochen mit Arbeitern und Managern von Ukrzaliznytsia verbracht. Sie folgten dem Vorstandsvorsitzenden Oleksandr Kamyshin nach Karhkiv und fuhren mit Kohlezugfahrern an die Front im Donbas.

 

 

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Reportagen von Daniel Etter

»This war has seen some of the most impressive visual coverage by local and international colleagues. This story was quiet and uneventful in comparison. But it offers a differentiated insight into the lives of ordinary Ukrainians beyond the frontlines and the machinations that keep the country running.«

 

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