Neu bei laif: Maximilian Mann

Maximilian Mann
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Maximilian Mann (*1992) ist ein Porträt- und Dokumentarfotograf, der sich auf Geschichten über soziale und ökologische Veränderungen konzentriert. Er ist untere anderem Preisträger beim World Press Photo Award und dem Felix-Schoeller-Award. Maximilian Manns Arbeiten wurden u. a im Time-Magazine, M Le Magazine du Monde, ZEIT, Spiegel und Stern veröffentlicht. Er hat einen BA-Abschluss in Fotografie an der FH Dortmund und ist Gründungsmitglied vom DOCKS-Collective.

Wir freuen uns Maximilian Mann als neuen laif-Fotografen begrüßen zu dürfen. Aus diesem Anlass führte Berthold Steinhilber, Mitglied des laif-Genossenschaft-Aufsichtsrats ein Gespräch mit Max über dessen Arbeit.

 

 

Berthold: Deine Arbeit „Fading Flamingos“, die ich sehr beeindruckend fand, wurde vielfach ausgezeichnet. Darin beschäftigst du dich mit den Folgen des Klimawandels. Was denkst du, inwieweit kann die Fotografie bei diesem Thema unterstützen?

Maximilian: Fotografie ist ein Medium, das sehr schnell lesbar ist und uns Menschen emotional bewegen kann. Viel besser als beispielsweise ein wissenschaftlicher Text es kann. Natürlich sind Daten und Fakten über die Klimakrise enorm wichtig, Fotografie kann aber eine wichtige Ebene hinzufügen. Sie kann eben emotional auf uns einwirken und manche Themen dadurch greifbarer machen. Aber ich glaube, man darf auch nicht naiv sein. Denn letztendlich hat global gesehen die Menschheit weniger ein Wissens-, sondern ein Handlungsproblem in Bezug auf die Klimakrise. Das macht es aber nicht weniger wichtig, immer wieder Bilder zu zeigen, die die Krise visuell sichtbar machen.

 

Berthold: Unsere Kultur ist stark visuell geprägt und wir verarbeiten viele Informationen durch Bilder. Welche Themen würdest du in Zukunft gerne fotografieren?

Maximilian: Gerade arbeite ich an einem großen Projekt über die Klimakrise in Deutschland. Ich möchte Bilder fotografieren, die überraschen und zeigen: Der Klimawandel ist auch hier in Deutschland angekommen und längst nicht nur in weiter Ferne zu finden.

 

Berthold: Falls es Fotografen gibt, die dich beeinflusst haben, erzählt uns kurz davon?

Maximilian: Ich glaube, am meisten haben mich tatsächlich andere Studierende im Studium an der FH Dortmund beeinflusst. Zusammen eigene Projekte bearbeiten und über Fotografie diskutieren war prägend und hat dann auch zur Gründung des DOCKS-Collectivs geführt. Aber natürlich gab es auch große Namen, die mich beeinflusst haben, wie zum Beispiel Alec Soth oder Bieke Depoorter.

 

Berthold: Seit Juni 2022 ist laif im Besitz der laif Genossenschaft. War der genossenschaftliche Gedanke bei deiner Wahl für laif mitentscheidend und welche Erwartungen hast du?

Maximilian: Ja, auf jeden Fall. Ich finde die Idee einer Genossenschaft sehr schön und zeitgemäß. Ich erhoffe mir dadurch auch viele neue tolle Kolleginnen und Kollegen kennenlernen zu dürfen.

 

Berthold: Was macht dir als Fotograf – außer diesen Fragen – das Leben schwer?

Maximilian: Einen guten Mix zwischen freien Arbeiten und Aufträgen finden, nervige Bürokratie und manchmal Preisverhandlungen. Aber grundsätzlich sehe ich es als großes Privileg an, als Fotograf arbeiten zu können und kann mir keinen schöneren Beruf vorstellen.

 

 

laif bedankt sich bei Max und bei Berthold!

 

 

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Reportagen von Maximilian Mann

 

 

»Ich glaube, am meisten haben mich tatsächlich andere Studierende im Studium an der FH Dortmund beeinflusst. Zusammen eigene Projekte bearbeiten und über Fotografie diskutieren war prägend und hat dann auch zur Gründung des DOCKS-Collectivs geführt.«

 

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