Mehr über Bettina erfahrt ihr ab Samstag, den 20. Juli 2024 auch auf Instagram. Eine Woche lang wird sie den laif-Account übernehmen und über ihre Arbeit berichten.
Katja Kemnitz hat ein Interview mit ihr geführt:
Mehr über Bettina erfahrt ihr ab Samstag, den 20. Juli 2024 auch auf Instagram. Eine Woche lang wird sie den laif-Account übernehmen und über ihre Arbeit berichten.
Katja Kemnitz hat ein Interview mit ihr geführt:
Ich glaube, der Schlüssel zum echten Lächeln ist Zeit und ein aufrichtiges Interesse an meinem Gegenüber. Ich bin selber sehr ungern vor der Kamera und verstehe alle, die etwas Zeit brauchen, um aufzutauen. Ich starte meistens mit einem persönlichen Gespräch, in dem man sich etwas kennenlernen kann und versuche dabei eine Verbindung aufzubauen, welche die Kamera im besten Fall zur Nebensache macht.
Ja, es macht tatsächlich einen Unterschied, da prominente Personen meistens nicht so viel Zeit haben und es schwieriger ist auf einer persönlichen Ebene zu connecten. Sie sind aber meistens auch medienerfahrener, was das Ganze etwas ausgleicht.
Meine Portraits von Wiyaala, einer ghanaischen Afro-Pop-Sängerin, die ich 2020 kurz vor Corona im Norden Ghanas in ihrem Heimatdorf Funsi kennenlernen durfte.
Wiyaala beeindruckt mich nicht nur durch ihre Musik, sondern auch durch ihre starke, herzliche und inspirierende Persönlichkeit. Sie setzt sich in Ghana aktiv für den Feminismus ein und kämpft gegen die männerdominierte Welt vor Ort. Sie kämpft für die Rechte und das Wohl von Kindern und Frauen und für bessere Bildungs- und Gesundheitsangebote in Ghana.
Für mich ist Wiyaala ein herausragendes Vorbild, nicht nur für ghanaische Mädchen und Frauen, sondern für Mädchen und Frauen überall. Es war schön zu sehen, woher sei kommt und welchen Einfluss Sie vor Ort auch auf die Dorfgemeinschaft durch ihre Musik gewinnen konnte.
Wiyaala habe ich im Zuge eines Wohltätigkeitsprojekts fotografiert, welches ich im Norden Ghanas fotografisch begleitet hatte. Der Verein Rüt‘n‘rock fördert Bildungsprojekte im Norden Ghanas durch Musikveranstaltungen und Kooperationen. Wiyaala sollte Teil des Projektes werden, mittlerweile ist sie es auch.
Ich versuche im Vorfeld so viele Infos wie möglich über eine Person zu recherchieren und schaue mir bei Personen der Öffentlichkeit auch deren vorherige Shootings an. Wenn möglich, versuche ich vorab auch schon etwas über die möglichen Locations in Erfahrung zu bringen. Bei Wiyaala lief allerdings alles sehr spontan ab. Ich hatte mir vorab ihre Musikvideos angesehen und hatte ein paar Infos über sie und das Projekt bekommen. Der Rest ist tatsächlich sehr spontan vor Ort entstanden.
Mir geht es dabei um einen ersten Eindruck. Wie sich die Person vor der Kamera bewegt bzw. verhält, ob sie sich wohl fühlt und frei bewegt oder eher zurückhaltend ist und sich eine bestimmte Pose wiederholt. Das kann mir einen ersten Hinweis darauf geben, wie „sachte“ ich den Einstieg ins Fotografieren planen muss.
Nein, wenn sich die Pose für die zu fotografierende Person natürlich anfühlt, dann lasse ich sie diese auch machen. Ich leite aber dann im Laufe des Fotografierens die Bewegungen und ermutige mein Gegenüber sich anders und vor allem bequem und natürlich zu positionieren.
Ich finde Jane Goodall eine unglaublich spannende und beeindruckende Person. Sie würde ich sehr gerne nochmal portraitieren.